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Woher kommen die Pfadfinder*innen eigentlich? Wie hat sich diese Jugendbewegung in Deutschland entwickelt?
An dieser Stelle geben wir einen kleinen Einblick in unseren Stamm Elbe.

Die Geschichte der Pfadfinder an der Christuskirche Othmarschen beginnt nach dem 2. Weltkrieg. Während der Zeit des NS-Regimes waren Pfadfinder verboten und durch die Hitlerjugend (HJ) ersetzt worden. 1947 erteilten die Siegermächte den alten Pfadfinderleitungen die Erlaubnis die Pfadfinderarbeit wieder aufzunehmen. Kurz darauf bildete sich an der Christuskirche Othmarschen der Stamm Parzival. Da dieser nur aus Jungsgruppen bestand, gründete sich wenige Jahre später der erste Stamm Elbe als Pfadfinderstamm für Mädchen. Wie der Name bereits sagt, ist dieser auch der Ursprung des heutigen Stammes Elbe. Viele der damals eingeführten Traditionen leben wir heute noch. Den Taps, den wir zum Abschied bei unseren Gruppenstunden und Fahrten singen, hat beispielsweise die Stammesgründerin Grossi eingeführt.
Bestimmte Werte haben sich über die Zeit hinweg gehalten, wie zum Beispiel die Inklusion der PTA-Gruppen. PTA steht für Pfadfinder*innen trotz allem. Bereits kurz nach der Gründung des ersten Stamm Elbe gab es die ersten Gruppenstunden mit Kindern mit Behinderung.
Inspiriert von der deutschen Wiedervereinigung schließen sich die damals getrennt arbeitenden Stamm Elbe/Greife und Stamm der Füchse zu unserem heutigen Stamm Elbe zusammen.
Der Stamm Elbe besteht aus etwa 25 aktiven Leiter*innen und ca. 120 Kindern von 7 bis 28 Jahren. Alle Gruppenleiter*innen des Stammes arbeiten ehrenamtlich und treffen sich regelmäßig zur Gruppenleiterrunde (Plenum), in der aktuelle Aufgaben erledigt und die nächsten Fahrten und Aktivitäten vorbereitet werden. Unser Diakon Jan Stölting betreut beratend das Plenum und ist für die Arbeit in den PTA-Gruppen verantwortlich. Neben regelmäßigen wöchentlichen Treffen in den Gruppen fahren wir einmal im Jahr mit dem gesamten Stamm für fünf Tage auf unsere traditionelle Pfingstfahrt. Zusätzlich fahren die einzelnen Gruppen übers Jahr verteilt auf Gruppenfahrten und im Herbst geht es auf Stammesherbstfahrt ins Haus Hannah nach Büchen. In den Sommerferien brechen die älteren Gruppen zu zweiwöchigen Fahrten auf, beispielsweise zum Wandern nach Polen oder Kanufahren in Schweden.
Alle 4 Jahre findet das Weltpfadfindertreffen „Jamboree“ in verschiedenen Ländern der Welt statt. 2019 ging es für sieben Kinder und Leiter*innen für vier Wochen in die USA. Andere Gruppen brachen zu einzelnen Fahrten auf. Die ältere PTA-Gruppe hat zum Beispiel eine Pferdekutschentour für 10 Tage durch die Niederlande gemacht.
Als Gemeindemitglieder lauft ihr uns bestimmt immer mal wieder bei Veranstaltungen wie dem Sommerfest oder dem Adventsbasar der Kirche über den Weg, bei welchen wir mithelfen. Ansonsten kann man uns vor allem Donnerstag und Freitag Abend an der Kirche antreffen, da dann die meisten Gruppenstunden stattfinden.

Luisa Staltmann

Tipp:

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